Welche Faktoren begünstigen ein Burnout-Syndrom?

  • Posted on: 24 April 2018
  • By: Limbic Systems

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Stress zu „einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts“ erklärt. Aber woran liegt das? Arbeiten wir tatsächlich so viel mehr als noch vor Jahrzehnten? Oder sind wir vielmehr gestresst durch die ständige Erreichbarkeit, flexible Arbeitszeiten, Home-Office? Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen zunehmend.  Studien zeigen, dass 88% der Erwerbstätigen noch nach Feierabend erreichbar sind – und zwar nicht zuletzt aus Angst, den Anforderungen und Erwartungen ihres Arbeitsgebers nicht gerecht zu werden, dabei ist bekannt, dass gerade die permanete Erreichbarkeit ein stressverstärkender Faktor ist. Als arbeitsplatzbezogene Risikofaktoren für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms gelten zum Beispiel häufige Arbeitsunterbrechungen, ein schwerfälliger Informationsfluss und ein hohes Ausmaß an bürokratischer Kontrolle –also Faktoren, die die Effektivität der Arbeit bremsen. So eine Konstellation kann dazu führen, dass man mehr mit Regulationsproblemen und Hindernisbewältigung beschäftigt ist, als mit der eigentlichen Arbeit. Als ein erheblicher Stressverstärker gilt zudem die sog. „berufliche Gratifikationskrise“, also ein Missverhältnis zwischen persönlicher Verausgabung im Job und geringer „Belohnung“ in Form von Wertschätzung oder Anerkennung. Weitere Risikofaktoren sind fehlender kollegialer Rückhalt am Arbeitsplatz bis hin zu Mobbing oder mangelnde Zukunftsperspektiven. 

Neben diesen äußeren Faktoren, die ja oftmals nur schwer zu beeinflussen sind, existieren aber auch "innere Stressverstärker", die der Entwicklung eines Burnout-Syndroms Vorschub leisten können. Das sind beispielsweise ein überhöhter Anspruch an die eigene Leistungsfähigkeit, ein übertriebener Perfektionismus oder auch die Angst, bei Minderleistung nicht mehr gemocht und wertgeschätzt zu werden. 

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